TU Night 2017

Am 17.06.2017 waren wir im Rahmen der TU-Night auf dem Campusgelände der TU Braunschweig mit unserem Verein präsent. Thematik unseres Stands war das virtuelle Wasser im Einkaufskorb. Hierzu konnten die Besucher ein virtuelles Wasser-Memory spielen und sich Hintergrundwissen aneignen.

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Virtuelles Wasser im Einkaufskorb

Wie viel Wasser ist nötig, um ein Blatt Papier oder ein Glas Bier zu produzieren? Bei uns erfahren Sie die Antwort und noch mehr Wissenswertes zum Thema Wasserfußabdruck. Informieren Sie sich außerdem zu den politischen Zielsetzungen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung.
Programmheft TU Night 2017

20. Juli 2017 von stagez
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Weltwassertag am 22.03.17

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In Kooperation mit den Braunschweiger Ortsgruppen von Viva con Agua und den Ingenieuren ohne Grenzen haben wir zum Weltwassertag 2017 eine Vortragsreihe ins Leben gerufen.

Prof. Dr. Haarstrick vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft an der TU Braunschweig hat über die Verfügbarkeit und die Zukunft der Ressource Wasser und das Projekt „Sustainable Water Management in Developing Countries“ informiert. Fokusiert wurde die Problematik des Wassermangels in besonders bevölkerungsreichen Regionen der Welt.

Anschließend hat Prof. Dr. Dockhorn von selbigen Institut über die Pflanzenproduktion mithilfe kommunalen Abwassers (HypoWave) berichtet. Die Hydroponik wird als hervorragendes System zur Ausnutzung der geringen Nährstofffracht im gereinigtem Abwasser vorgestellt. Dieses Abwasser kann dazu genutzt werden Lebensmittel auf umweltschonende Weise zu produzieren.

Julian Cordes, Projektleiter von „Weltwunder“ des Verbandes für Entwicklungspolitik in Niedersachsen, hat über die Sustainable Development Goals der UN gesprochen. Er hat insbesondere die Entwicklung dieser dargestellt und die Implementierung in Niedersachsen vorgestellt.

Adam Rybszleger von den Ingenieuren ohne Grenzen stellte das Projekt “Wasser für Balanka” vor, welches derzeitig in Togo durchgeführt wird. Insbesondere soll Kindern der Zugang zu Wasser ermöglicht warden, sodas sie die Schule besuchen können. Um das gesamte Dorf zu unterstützen, sollen in Zukunft weitere Wasserprojekte in und um Balanke durchgeführt werden.

Die angekündigte Dokumentation “Thirsty for Justice – the struggle to the human right to water” der EJCW konnte leider aufgrund der vorangeschritttenen Zeit nicht mehr gezeigt werden.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Vortragenden und Organisierenden bedanken. Wir haben uns über den regen Besuch von ca. 60 Zuhörenden sehr gefreut.

 

22. März 2017 von stagez
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Prof. Dr. Axel Schneider: Gefangen zwischen Geschichte, ökonomischen Interessen und außenpolitischem Realismus: Taiwans schwierige Lage und das Konfliktpotential in Ostasien

Seit 120 Jahren wurde Taiwan (offiziell: Republik China auf Taiwan) nicht mehr von dem jeweils auf dem chinesischen Festland herrschenden Regime regiert. Nach einem halben Jahrhundert japanischer Kolonialherrschaft und fast einem halben Jahrhundert nationalchinesischer Militärdiktatur ist die Republik China auf Taiwan seit 20 Jahren eine konsolidierte Demokratie, die jedoch trotz ihrer ökonomischen Stärke und trotz ihrer demokratischen politischen Verfassung von kaum einem Staat der Welt anerkannt wird. Vielmehr betrachtet die Volksrepublik China Taiwan bis heute als festen Bestandteil ihres Staatsgebietes und verhindert deswegen die internationale Anerkennung Taiwans auf Grundlage einer chinesischen Variante der „Hallsteindoktrin“. Gleichzeitig ist aber auch die Lage auf Taiwan höchst komplex, da die Insel wirtschaftlich von dem Festland immer mehr abhängt, während gleichzeitig in den letzten 20 Jahren immer weniger Bewohner der Insel sich als Chinesen empfinden und das obwohl kulturell wie sprachlich die Wurzeln zweifelsohne chinesisch sind. Diese komplexe historische, kulturelle, ökonomische und politische Gemengelage wird nun noch durch die strategische-außenpolitische Lage und Bedeutung der Insel im Kontext einer konfliktgeladenen internationalen Machtkonstellation im westlichen Pazifik weiter verkompliziert. Ziel des Vortrages wir es sein, diese historisch gewachsene, komplexe Lage zu analysieren und Überlegungen zur potentiellen zukünftigen Entwicklung Taiwans daran zu knüpfen.

11. Mai 2016 von stagez
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Mohamed Badati: 40 Jahre Westsahara-Konflikt

Die weltweit größte noch existierende Kolonie ist die Westsahara (ehemals Spanisch-Sahara). Dort dauert der Prozess der Entkolonialisierung bereits seit 40 Jahren an und es ist kein Ende abzusehen. Als sich Spanien 1975/76 zurückzog, besetzten marokkanische und am Anfang auch mauretanische Truppen das Land. Die Hälfte der saharauischen Bevölkerung floh in das Nachbarland Algerien. Als der letzte spanische Soldat am 26. Februar 1976 das Land verließ, gründete die Befreiungsbewegung Frente Polisario die Demokratische Arabische Republik Sahara, wobei sie den Kampf gegen die neuen Okkupanten fortsetzte.

1990 beschloss die UN-Vollversammlung die Durchführung eines Referendums, in dem die Bevölkerung des Landes über ihre politische Zukunft entscheiden soll. Vor dieser Perspektive stellte die Frente Polisario ihre Kampfhandlungen ein. Soldaten der UNO wurden unter dem Namen MINURSO entlang der Frontlinie postiert, um die friedliche Vorbereitung des

Referendums zu überwachen.Das Referendum aber steht bis heute aus. Nach 1975 hatten die Saharauis in einem der unwirtlichsten Gebiete der algerischen Sahara mit internationaler Hilfe fünf große Flüchtlingslager aufgebaut, in denen sie noch heute leben. Abgeschnitten von den Ressourcen ihrer Ursprungsheimat, sind sie nach wie vor von internationaler Hilfe abhängig. Inzwischen kostet die Unterhaltung der MINURSO mehr als für die Versorgung der Flüchtlinge bereitgestellt wird. Und mit der Finanzkrise geht die Nahrungsmittelhilfe weiter drastisch zurück.

14. April 2016 von stagez
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Prof. Dr. Hans-Christoph Schmidt am Busch: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit Die Französische Revolution, die Idee des Sozialismus und die Grundlagen der heutigen Sozialphilosophie

In seiner vieldiskutierten Studie Die Idee des Sozialismus vertritt Axel Honneth folgende Thesen: Der Sozialismus des 19. Jahrhunderts hat eine Konzeption („Idee“) sozialer Freiheit entwickelt, die mit den Prinzipien der Gleichheit und Brüderlichkeit kompatibel ist, und er hat die europäischen Gesellschaften seiner Zeit unter Zugrundelegung dieser Idee kritisiert. Darüber hinaus glaubt Honneth, dass es für die heutige Sozialphilosophie gute Gründe gibt, an die sozialistische Konzeption sozialer Freiheit systematisch anzuschließen. In meinem Vortrag werde ich Honneths Überlegungen zunächst rekonstruieren und dann die Frage untersuchen, ob der Sozialismus des 19. Jahrhunderts tatsächlich auf einer Konzeption sozialer Freiheit beruht. Darüber hinaus werde ich Überlegungen bezüglich der sachlichen Relevanz der von Honneth ins Auge gefassten Idee sozialer Freiheit und ihrer Anschlussfähigkeit seitens der heutigen Sozialphilosophie anstellen.

13. April 2016 von stagez
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Thomas Fischermann: „Die Spiele und der Untergang: Brasilien vor Olympia“

Die Brasilianische Linksregierung unter den Präsidenten Lula da Silva (2003-2011) und Dilma Rousseff (2011-heute) wollte aus dem Schwellenland Brasilien eine Weltmacht machen: Massive Investitionen in die Infrastruktur, gigantische Umverteilungen zur Schaffung einer neuen kaufkräftigen Mittelschicht, ein Exportwunder durch Öl und Erz. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 sollten diese rundum-erneuerte Weltmacht vorführen – doch dieser Plan geht nun nicht auf. Im Sommer 2016 präsentiert sich Brasilien als ein Land in der Wirtschaftskrise, geschüttelt von Korruptionsskandalen, einer Rückkehr der Gewalt, einer Flucht von Investoren und Hochqualifizierten. Ist das ein vorübergehendes Tief, oder droht Brasilien der Untergang?

13. April 2016 von stagez
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Dr. Julia C. Schneider: ‚Nationale Minderheiten’ in der VR China – Eine Einbettung der heutigen Konfliktsituation in den intellektuellen und historischen Diskurs

In meinem Vortrag werde ich zunächst über die heutige Situation der sogenannten ‚nationalen Minderheiten’ (auch ‚Minderheiten-Nationalitäten’) in der VR China sprechen. Wer wird so bezeichnet? Wer bestimmt darüber, wer einer ‚nationalen Minderheit’ angehört? Und was bedeutet es schließlich, einer solchen anzugehören im Gegensatz zur (han)chinesischen Mehrheit? Weshalb kommt es zu Konflikten zwischen diesen Minderheiten und (han)chinesischer Mehrheit und auch Staatsgewalt?

Im Anschluss werde ich die Frage beantworten, warum die ‚nationalen Minderheiten’, bzw. die Gebiete, die von ihnen bewohnt werden, heute zur VR China gehören. Um dies zu erklären, werde ich im 17. Jahrhundert beginnend die historischen Hintergründe bis zur Staatsgründung der VR China 1949 beschreiben.

Der letzte Teil meines Vortrages wird die Analyse und Erklärung des frühen chinesischen nationalistischen Diskurses unter politischen, philosophischen und geschichtsphilosophischen Denkern sein, der um 1900 begann und sich mit der Frage beschäftigt, was „China“ und die „chinesische Nation“ sind. Auf Basis dieses Diskurses ruht bis heute das Verständnis, dass das Territorium der VR China (und der Mongolei) „China“ ist. Wie es dazu kam und warum dies in Hinblick auf die ‚nationalen Minderheiten’ problematisch ist, werde ich in meinem Vortrag erläutern.

13. April 2016 von stagez
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Maissara M. Saeed: Southern Sudan – We refuse to be what you wanted us to be(a story of a broken country)

In 2011 Sudan – which was the biggest country in Africa – has been separated into two states. This came as a result of long years of conflict between Northern and Southern Sudanese people. Still the civil war is going on in both new states with more complications and increasing numbers of conflict areas. What are the cultural roots of that conflict? How is the colonial history of Sudan affecting its present? How geography, history and culture put Sudan in the middle of different conflict systems?

13. April 2016 von stagez
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Jan Brandner: Entwicklungshilfe im Bildungssektor am Beispiel der in der Himalaya Region Ladakh tätigen Hilfsorganisation teaching +

Unzählige Hilfsorganisationen leisten Entwicklungshilfe im Bildungssektor und haben dabei unterschiedliche Strategien. Sie tun dies unter anderem in der Region Ladakh, die Teil des Bundesstaates Jammu und Kaschmir in Indien ist.

Einige NGOs (non-governmental organisations) unterstützen ladakhische Schüler direkt z.B. durch Stipendien oder mit Schulmaterial. Andere Hilfsorganisationen setzen bei ihrer Unterstützung auf den Ausbau von der Schulinfrastruktur (Gebäude etc.). Doch diese Strategien kommen oft an ihre Grenzen, da Entwicklungshilfe ein komplexes Geflecht verschiedenster Herausforderungen ist. Für die erfolgreiche und auch nachhaltige Umsetzung müssen eine Vielzahl von Fragen geklärt werden. In der Vorlesung werden unter anderem folgende Fragen beleuchtet:

  • Welche Entwicklungshilfeansätze im Bildungssektor gibt in der Region Ladakh?
  • Wie kann die Bildung von Jugendlichen in den Himalaya Regionen Indiens nachhaltig gefördert werden?
  • Welche Fragen gibt es beim Aufbau einer Entwicklungshilfeorganisation zu klären und welche Hindernisse sind zu überwinden?

Die Inhalte der Vorlesung sind eng verflochten mit einem Erfahrungsbericht über die Lehrtätigkeit an einer ladakhischen Dorfschule und die Gründung der Hilfsorganisation teaching+ die in Ladakh Lehrerfortbildungen durchführt um die ladakhischen Schüler indirekt zu unterstützen.

02. April 2016 von stagez
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Ademola Adediji: Boko Haram – Die Entstehung und Eskalation einer radikal-islamischen Sekte

Es bleibt immer noch für viele Beobachter, Journalisten und Sozialwissenschafter ein Rätsel, wie sich eine religiöse Sekte so rasch zu einer der gefährlichsten Terrororganisationen wandeln konnte. Obwohl Boko Harams Anhänger bereits vielen Menschen das Leben genommen haben, waren ihre Aktivitäten bis zu der Entführung von über 276 Schulmädchen im Norden Nigerias im Jahr 2014 durch die Weltgemeinschaft weitgehend nicht bekannt.

Infolge der gegenwärtigen Ermordung und Verstümmelung von Menschen sowie der terroristischen Anschläge ist diese Gruppe eine der bedrohlichsten islamisch-radikalisierten Gruppen weltweit geworden. Daher ist es wichtig die Gründe für die Entstehung Boko Harams zu erläutern:

Um welche Personen handelt es sich? Warum passen die Entführung und Misshandlung von Frauen und Kinder zu der religiösen Ideologie  Boko Harams? Welche politischen, gesellschaftlichen und religiösen Entwicklungen haben zu Entstehung dieser dieser islamischen Sekte geführt? Wie wird Boko Haram finanziert und welche Ziele verfolgen sie tatsächlich? Wie vernetzt sind sie mit anderen internationalen terroristischen Organisationen?

02. April 2016 von stagez
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