Prof. Dr. Jörg Calließ: „Gewaltkonflikte heute – und warum es so schwer ist, sie zu beenden“

2014 und 1915 waren ernüchternde Jahre, was die Beilegung oder Verhinderung von gewaltsamen Konflikten angeht. Und ein Blick in die Zukunft verspricht kaum Besserung. Welche Krisen und Kriege bedrohen die internationale Stabilität und den Weltfrieden? Wie sehen die Realitäten von Gewalt und Gegengewalt in den Kriegs- und Krisengebieten heute aus? Mit welchen Herausforderungen haben es die Bemühungen um Krisenprävention und Krisenmanagement zu tun? Welche Akteure sind involviert? Auf welche Szenarien haben sie sich einzulassen? Mit welchen Konzepten und welchen Instrumenten arbeiten sie? Welche Erfahrungen wurden gemacht, welche Ergebnisse wurden erzielt?

Und auf welche Konflikte und Krisen sollte die internationale Gemeinschaft 2016 ihr besonderes Augenmerk legen? Können Lehren aus der bisherigen Arbeit im Felde von Krisenmanagement und Gewalteindämmung gezogen werden?

02. April 2016 von stagez
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News: StAgEz meldet sich aus dem Winterschlaf

Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass wir momentan sowohl einige Dinge für kommendes Semester vorbereiten als auch die Website auf Vordermann bringen. Wir bereiten unter anderem einen geoökologischen Stadtrundgang und eine neue Ringvorlesung vor. Außerdem wird erneut ein Siebdruckseminar stattfinden, bei welchem ihr Shirts und Stofftaschen mit euren eigenen Motiven bedrucken könnt.

Die Stadtrundführung soll kommenden Sommer monatlich stattfindenden. Mit diesem Projekt möchten wir nicht nur informieren, sondern auch Interesse für das Fach bei „Nicht-Geoökologen“ wecken. Wir werden dabei mit dem Fahrrad das Stadtgebiet durchqueren und an mehreren Standorten halten, an denen wir euch interaktiv einige Themen der Geoökologie näherbringen.

So werdet ihr zum Beispiel im Prinzenpark Zecken beflaggen (mit einem großen Leinentuch Zecken sammeln) und in ihren einzelnen Entwicklungsstadien bestimmen können. Da die kleinen Blutsauger relativ gierig sind, ist das einfacher als zu erwarten!

Außerdem werden wir mit euch in den Kreuzteich springen und dort einige Wassertierchen zur Bestimmung fangen. Darüber hinaus werdet ihr mit einfachen Feldexperimenten das Wasser des Weihers auf seine Qualität überprüfen können.

Weitere Stopps werden direkt im Stadtgebiet sein, wo wir euch unter anderem etwas über die Bedeutung von Stadtbäumen für das Stadtklima erzählen werden.

Nun möchten wir noch ein paar Worte zur neuen Ringvorlesung verlieren. Es sollen Vorträge und Dokumentationen zu Konflikten in der Welt präsentiert werden, welche für jede/n öffentlich zwischen April und Juli zu hören sind. Zusätzlich soll es für die unter euch, die sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchten ein Diskussionsseminar geben. Ihr dürft gespannt auf unsere Themenübersicht im Februar sein.

Mit diesem kurzen Update möchten wir euch zu allerletzt ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

Euer StAgEz-Team!

22. Dezember 2015 von stagez
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ICE-T – InterCultural Education in Turkey

Während der Türkeiexkursion waren wir von Freitag bis Sonntag in Istanbul und anschließend von Montag bis Freitag im ca. 80 km entfernten Şile. Zwei Projektteilnehmer berichten nun von ihren Erfahrungen:

Während des Seminars „Umweltbildung in der Türkei“ haben Studierende der TU Braunschweig unter Leitung Marian Prägers Umweltbildungsprojekte erarbeitet. Diese wurden in einer 5. Klasse des Hoffmann-von-Fallersleben-Gymnasiums durchgeführt und anschließend weiter optimiert. Im Frühjahr 2015  ist eine Studierendengruppe der TU nach Istanbul geflogen und hat diese Projekte gemeinsam mit einer weiteren Studierendengruppe aus Şile in einer türkischen Grundschule umgesetzt.

Istanbul ist als bevölkerungsreichste Stadt des Landes sehr bedeutungsträchtig. Sie bildet das Herzstück der türkischen Kultur, des Handels und der Medien. Zudem ist sie die einzige Stadt auf Erden, welche auf zwei Kontinenten liegt.

Wir wurden dort von unserer türkischen Partnergruppe empfangen, die uns mehrere kulturhistorische Stätten näher brachten und uns mit ihren Traditionen vertraut machten. Mit einem Boot hatten wir eine beeindruckende Fahrt über den Bosporus, die Meeresenge, welche Europa und Asien voneinander trennt.

Bereits am ersten Abend ließen die Studierenden aus Şile uns an einem traditionellen türkischen Abend mit vielen leckeren Speisen und einer lebhaften Musikeinlage mit Violine, Klarinette und Schlagwerk teilhaben. Diese Zusammenkunft trug sehr zu einem erfolgreichen Team-Building der deutschen und türkischen Studenten bei. Trotz der zunächst bestehenden Sprachbarrieren entstanden viele anregende Gespräche zu kulturellen und politischen Themen.

Während der Tage wurden uns zudem geschichtsträchtige Bauwerke, wie die Hagia Sopia, die blaue Moschee und der prächtige Dolmabahçe Palast, in dem wir auch eine englischsprachige Führung erhielten, vermittelt.

Sehr beeindruckend waren außerdem die verschiedenen Basare der Stadt. Das dortige bunte, laute und lebhafte Treiben war beeindruckend. Am Hafen bei den Fischständen oder auf dem Gewürz Basar kamen zudem noch viele exotische Gerüche hinzu.

Während der drei Tage im ehemaligen Konstantinopel erhielten wir einen umfangreichen Eindruck der Vielfältigkeit und kulturellen Besonderheit dieser Stadt. Dazu konnten wir durch die gemeinsamen Aktivitäten mit der türkischen Studierendengruppe vertraut werden. Diese Tatsache bildete eine gute Grundlage für die anstehende Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Umweltbildungsprojekte in der Grundschule des kleinen Küstenortes Şile.

Anschließend konnten wir in Şile mit der Bearbeitung der Projekte beginnen. Wie zuvor in den Projekten GATE und EBY wurden die Konzepte für die Schulstunden vor Ort mit den türkischen Studierenden vollendet.

Konzepte:

Wald: Mit diesem Projekt sollte den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Wäldern für das Ökosystem und den Menschen spielerisch vermittelt werden. Weiterhin wurde auf Auswirkungen von Forstwirtschaft hingewiesen. Die Schulstunden wurden in der ersten Klasse gehalten. Download (.pdf)!

Schwarzes Meer: Dieses Projekt sollte den Schülerinnen und Schülern die Gefahr durch Umweltverschmutzung anhand des schwarzen Meeres verdeutlichen. Als einziges der diesjährigen Projekte, lief es komplett interaktiv ab. Die Schulstunden wurden in der dritten Klasse gehalten. Download (.pdf)!

Recycling: Durch dieses Projekt sollten die Schülerinnen und Schüler ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit von Wiederverwertung und Ressourcenschonung erlangen. Da die türkische Abfallwirtschaft eine gänzlich andere Struktur als die deutsche aufweist, konnte über dieses Projekt ein großer Erfahrungsaustausch stattfinden. „Recycling“ hat sehr viel Zeit bei der Vorbereitung in Anspruch genommen. Die Schulstunden wurden in der zweiten Klasse gehalten. Download (.pdf)!

Wasser: Dieses Konzept legte den Fokus auf Wasserverschmutzung und Aufbereitung von verschmutztem Wasser. Die Thematik wurde mit Hilfe von diversen Experimenten vermittelt. Es war äußerst überraschend für uns wie viel die türkischen Schülerinnen und Schüler bereits über das Thema wussten. Die Schulstunden wurden in der vierten Klasse gehalten. Download (.pdf)!

Auch über die Bearbeitung und Vermittlung der Konzepte hinaus war der Aufenthalt in Şile eine wertvolle Erfahrung. Da wir uns größtenteils auf Englisch verständigten, konnten wir unsere Kenntnisse in dieser Sprache erweitern. Trotzdem konnte das ein oder andere Wort türkisch erlernt werden. In der Zeit zwischen Schule und Projektbearbeitung wurde zusammen gekocht und aus dem Alltag erzählt. Wir konnten während unseres Aufenthaltes eine Vielzahl an besonderen Erfahrungen mitnehmen. Für ein erneutes Projekt werden bereits Gespräche geführt.

08. Dezember 2015 von stagez
Kategorien: ICE-T, Umweltbildung | Schreibe einen Kommentar

Spendenparty 2015

Am 5. November 2015 fand unter dem Motto “Trink bunt für mehr Vielfalt“ unsere diesjährige Spendenparty statt. Während der Party konnten unsere Gäste eine bunte Mischung an Getränken erwerben. Außerdem wurden Leinenbeutel, T-Shirts und Buttons, aus vorherigen lokalen Projekten angeboten. Nachdem wir die Ausgaben und Einnahmen gegen gerechnet haben, freuen wir uns mitteilen zu können, dass wir ganze 715€ eingenommen haben! Dies sind wesentlich mehr Spenden als in den Jahren zuvor. Deshalb haben wir uns überlegt die Gelder auf mehrere Projekte aufzuteilen, welche sich auf das Thema Flüchtlingshilfe beziehen.

Die Planung dafür läuft bereits und wir werden uns in den nächsten Wochen einige Optionen zurechtlegen, über welche wir, auf Grund der guten Unterstützung unserer Gäste, öffentlich per Abstimmung Entscheiden lassen.

Das StAgEz Team

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24. November 2015 von stagez
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Youth in Action: Kulturelle Bildungsprogramme

Das EU-Projekt „Youth in Action“ namens „Turkish Culture and Tradition“ (kurz: T-Cat) fand vom 30. Januar bis zum 08. Februar 2014 in Braunschweig statt. Dabei arbeiteten insgesamt 20 deutsche und türkische Studenten zusammen, um die deutschen Studenten über die türkische Kultur zu informieren sowie bestehende Vorurteile zu bekämpfen. Dafür entwickelten wir drei Bildungsprogramme. Unter jedem Projekt befindet sich ein Link für detaillierte Informationen und eine Beschreibung der Programme (eng.) . Weiteres Material ist auf Anfrage erhältlich.

  1. Türkische Hochzeit
    Das Ziel des Bildungsprogramms „Türkische Hochzeit“ war es, die Studenten über die Traditionen einer türkischen Hochzeit aufzuklären. Dadurch sollte deutlich gemacht werden, dass die Türkei auch ein fortschrittliches und demokratisches Land ist – mit all seinen Facetten. Es wurden viele Beispiele zum Vergleich der alten und neuen Traditionen diskutiert. Vor allem die Bedeutung der Freiheit ist für Frauen bei der Auswahl ihrer Partner ein sehr wichtiges Thema für beide studentische Gruppen gewesen. Das war einer der wichtigsten Punkte, über die in den Sitzungen für die Entwicklung der Projekte gesprochen wurde. Deshalb haben wir durch ein Rollenspiel den Fortschritt der Sichtweise einer Frau verdeutlicht. Die türkischen Traditionen sind ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, aber heutzutage sind sie in einer neueren, offeneren Weise zu verstehen. Allerdings ist das nicht für alle Familien und Regionen in der Türkei üblich. Besonders Istanbul ist für den westlichen Lebensstil offener. Allgemein kann ein großer Unterschied zwischen Stadt und Land festgestellt werden. Download! (.pdf)
  2. Türkische Küche und Tänze
    Das Bildungsprogramm „türkische Küche und Tänze“ vermittelte den SchülerInnen Kenntnisse über diese Traditionen in unterschiedlichen Regionen der Türkei. Kultur und Tradition ist ein Thema von großer Bedeutung für unser tägliches Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. Das Ziel jeder Einheit war es, die eigene Überzeugung zu erweitern und Vorurteile zu mindern. Dafür durften die SchülerInnen eine Auswahl von türkischen Tänze und Speisen probieren, sodass die türkische Vielfalt mit allen Sinnen erfasst wurde.
    Auch in der Realisierung dieses Programms haben die Studierende Essen zusammen zubereitet und gegessen. TCAT Erfahrungen machten klar, dass in der Türkei Lebensmittel mit viel Hingabe verarbeitet werden und es viele verschiedene Traditionen zu erleben gibt. Download! (.pdf)
  3. Atatürk und die türkischen Nationalfeiertage
    Das Ziel des Bildungsprogramms „Atatürk und die türkischen Nationalfeiertage“ war es, die Studenten über den Gründer der türkischen Republik namens Atatürk zu informieren und damit etwas über die Grundlagen der heutigen türkischen Kultur und Traditionen zu erfahren. Während des Programms lag der Schwerpunkt auf dem Leben und dem Werk von Mustafa Kemal Atatürk. Als türkischer Held und Revolutionär ist Atatürk immer noch ein Vorbild für viele Türken und repräsentiert die Gründung der türkischen Kultur. Es ist wichtig für das Verständnis über die heutigen Verhältnisse in der Türkei, etwas über die politischen und sozialen Einflüsse Kemal Atatürk in der Vergangenheit zu wissen. Außerdem beschäftigte sich das Programm auch mit den wichtigsten Nationalfeiertagen. Diese und deren Hintergrund zeigen verschiedene historische und soziale Aspekte, die wichtig für die türkische Kultur sind. Download! (.pdf)

23. Februar 2015 von stagez
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Umweltbildung in der Türkei SoSe 2014

Gelangweilt vom Unialltag? Du hast Lust, mal was ganz anderes zu tun? Das Seminar ‚Umweltbildung‘ ist zwar nicht neu an der TU Braunschweig, aber jedes Semester anders und innovativ! Dieses Semester mit neuem Thema und engagiertem Dozenten und ganz bestimmt originell! Noch sind Plätze frei! Wenn du Interesse hast, gemeinschaftlich an einem Projekt zu arbeiten, bist du hier genau richtig.

Melde dich an per E-Mail an m.praeger@tu-bs.de und/oder komm Mittwoch um 16:45 Uhr in den Raum LK 19c.2. Die Veranstaltung ist dem Pool (überfachliche Qualifikation) angegliedert und für jeden Studiengang offen!

28. April 2014 von stagez
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T-CAT besucht die Ricarda-Huch-Schule

Die Ricarda-Huch-Schule Braunschweig meldet:

Liebe SchülerInnen,

im Rahmen eines Youth-in-Action-Programmes der EU sind wir vier Tage in eurer Schule und wollen uns mit euch über deutsche und türkische Kultur austauschen. Wir wollen mit euch spielen, tanzen, diskutieren und essen und dafür kommen wir sogar in eure Klassen. Wenn ihr uns kennen lernen wollt, meldet euch bei Frau Wanzelius.

Merhaba sevgili öğrenciler. Avrupa Birliği`nin yürüttüğü “Youth in Action” projesi için okulunuzu 4 gün boyunca ziyaret edeceğiz. Sizinle Alman ve Türk kültürleri hakkında istiyoruz. Sizinle Türk danslari, oyunlari ve yemekleri hakkinda konuşmak istiyoruz. Okulunuzda ki bir kaç sınıfınıza girmek istiyoruz. Eger bize katilmak ve bizi tanimak isterseniz memnun oluruz.


Ankündigung des EU Projektes T-CAT (Turkish Culture And Traditions) an der Ricarda-Huch-Schule.

24. Februar 2014 von stagez
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Artikel in der Braunschweiger Zeitung

Artikel in der Braunschweiger Zeitung

Hier der Link zum Artikel in der Braunschweiger Zeitung, über den Besuch der türkischen Studierenden an der Ricarda-Huch-Schule in Braunschweig, im Rahmen des EU Projektes: Turkish Culture And Traditions (T-CAT)

Artikel BS Zeitung

Quelle: Braunschweiger Zeitung, 2014

24. Februar 2014 von stagez
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Ringvorlesung am 04.02.2014 – Praxiserfahrungen als Entwicklungshelfer am Beispiel Brunnenbau in Kamerun

Harald Zauter von Ingenieure ohne Grenzen e.V. berichtet heute über die aktive Arbeit eines Entwicklungshelfers.

Hier der Vortragsabriss, den er uns zusendete:

“ Der Vortragende berichtet über seine 4 ½ jährige Tätigkeit in einem Brunnenbauprojekt im zentralen Kamerun. Es handelt sich um ein Projekt, in dem der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) in Kooperation mit der Diözese von Eséka in dieser ausschließlich ländlich geprägten Region (Département Nyong et Kéllé) zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung beigetragen hat. Dabei geht es nicht nur um die Bautätigkeit zur technischen Ausführung von Quellfassungen und Schachtbrunnen in den Dörfern sondern auch um eine intensive Sensibilisierungskampagne, die eine Bewusstseinsänderung und die aktive Mitarbeit der ortsansässigen Bevölkerung zum Ziel hat.
Der Aufbau von zwischenmenschlichen Beziehungen und eine erfolgreiche Umsetzung eines ambitionierten Trinkwasserversorgungsprojektes enthalten im Vergleich zum europäischen Kontext überraschende Elemente, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Es soll versucht werden, den Teilnehmern der Vorlesung zu verdeutlichen, mit welchen Rahmenbedingungen beim Einsatz in der Entwicklungszusammenarbeit zu rechnen ist, und welche persönlichen Grundvoraussetzungen hier wesentlich sind.“

Wir freuen uns auf Euch!

04. Februar 2014 von stagez
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Ringvorlesung am 04.01.2014 – Die Aralsee-Katastrophe: Wie eine neue Wüste entsteht

am 04.01.2014 referiert Prof. Dr.Ulrich Joger Direktor vom Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig

Die Aralsee-Katastrophe: Wie eine neue Wüste entsteht

Der Aralsee, im Grenzgebiet Kasachstan-Usbekistan gelegen, war einst der flächenmäßig viertgrößte See der Erde (allerdings sehr flach). Heute ist nur noch ein kleiner Teil im Norden, durch einen Damm geschützt, erhalten. Auf dem restlichen ehemaligen Seeboden ist eine neue Wüste – die „Aralkum“ – entstanden. Ursache für die Austrocknung ist die extreme Wasserentnahme aus den beiden Zuflüssen Amu-Darja und Syr-Darja, welche in sowjetischer Zeit begann, aber auch in den unabhängigen postsowjetischen Republiken ungebremst weiterging. Folgen für die lokale Bevölkerung sind der Verlust von Arbeitsplätzen (Fischerei) und eine Verschlechterung der Ernährungs- und Gesundheitslage (Staub-, Salz- und Schadstoffeintrag durch Wind stark zunehmend).

Der Vortrag beschäftigt sich mit Untersuchungen zur Veränderung von Flora und Fauna im Aralseebecken und mit der Neubesiedlung des trocken gefallenen Seegrundes. Es ist die weltweit größte Fläche, die von der Natur neu kolonisiert werden muss, allerdings unter extremen Bedingungen.

Wir freuen uns auf Euch!
18.30 Uhr – SN 22.1

Das ganze Programm der Ringvorlesung hier.

02. Januar 2014 von stagez
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