ICE-T – InterCultural Education in Turkey

Während der Türkeiexkursion waren wir von Freitag bis Sonntag in Istanbul und anschließend von Montag bis Freitag im ca. 80 km entfernten Şile. Zwei Projektteilnehmer berichten nun von ihren Erfahrungen:

Während des Seminars „Umweltbildung in der Türkei“ haben Studierende der TU Braunschweig unter Leitung Marian Prägers Umweltbildungsprojekte erarbeitet. Diese wurden in einer 5. Klasse des Hoffmann-von-Fallersleben-Gymnasiums durchgeführt und anschließend weiter optimiert. Im Frühjahr 2015  ist eine Studierendengruppe der TU nach Istanbul geflogen und hat diese Projekte gemeinsam mit einer weiteren Studierendengruppe aus Şile in einer türkischen Grundschule umgesetzt.

Istanbul ist als bevölkerungsreichste Stadt des Landes sehr bedeutungsträchtig. Sie bildet das Herzstück der türkischen Kultur, des Handels und der Medien. Zudem ist sie die einzige Stadt auf Erden, welche auf zwei Kontinenten liegt.

Wir wurden dort von unserer türkischen Partnergruppe empfangen, die uns mehrere kulturhistorische Stätten näher brachten und uns mit ihren Traditionen vertraut machten. Mit einem Boot hatten wir eine beeindruckende Fahrt über den Bosporus, die Meeresenge, welche Europa und Asien voneinander trennt.

Bereits am ersten Abend ließen die Studierenden aus Şile uns an einem traditionellen türkischen Abend mit vielen leckeren Speisen und einer lebhaften Musikeinlage mit Violine, Klarinette und Schlagwerk teilhaben. Diese Zusammenkunft trug sehr zu einem erfolgreichen Team-Building der deutschen und türkischen Studenten bei. Trotz der zunächst bestehenden Sprachbarrieren entstanden viele anregende Gespräche zu kulturellen und politischen Themen.

Während der Tage wurden uns zudem geschichtsträchtige Bauwerke, wie die Hagia Sopia, die blaue Moschee und der prächtige Dolmabahçe Palast, in dem wir auch eine englischsprachige Führung erhielten, vermittelt.

Sehr beeindruckend waren außerdem die verschiedenen Basare der Stadt. Das dortige bunte, laute und lebhafte Treiben war beeindruckend. Am Hafen bei den Fischständen oder auf dem Gewürz Basar kamen zudem noch viele exotische Gerüche hinzu.

Während der drei Tage im ehemaligen Konstantinopel erhielten wir einen umfangreichen Eindruck der Vielfältigkeit und kulturellen Besonderheit dieser Stadt. Dazu konnten wir durch die gemeinsamen Aktivitäten mit der türkischen Studierendengruppe vertraut werden. Diese Tatsache bildete eine gute Grundlage für die anstehende Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Umweltbildungsprojekte in der Grundschule des kleinen Küstenortes Şile.

Anschließend konnten wir in Şile mit der Bearbeitung der Projekte beginnen. Wie zuvor in den Projekten GATE und EBY wurden die Konzepte für die Schulstunden vor Ort mit den türkischen Studierenden vollendet.

Konzepte:

Wald: Mit diesem Projekt sollte den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Wäldern für das Ökosystem und den Menschen spielerisch vermittelt werden. Weiterhin wurde auf Auswirkungen von Forstwirtschaft hingewiesen. Die Schulstunden wurden in der ersten Klasse gehalten. Download (.pdf)!

Schwarzes Meer: Dieses Projekt sollte den Schülerinnen und Schülern die Gefahr durch Umweltverschmutzung anhand des schwarzen Meeres verdeutlichen. Als einziges der diesjährigen Projekte, lief es komplett interaktiv ab. Die Schulstunden wurden in der dritten Klasse gehalten. Download (.pdf)!

Recycling: Durch dieses Projekt sollten die Schülerinnen und Schüler ein besseres Verständnis für die Notwendigkeit von Wiederverwertung und Ressourcenschonung erlangen. Da die türkische Abfallwirtschaft eine gänzlich andere Struktur als die deutsche aufweist, konnte über dieses Projekt ein großer Erfahrungsaustausch stattfinden. „Recycling“ hat sehr viel Zeit bei der Vorbereitung in Anspruch genommen. Die Schulstunden wurden in der zweiten Klasse gehalten. Download (.pdf)!

Wasser: Dieses Konzept legte den Fokus auf Wasserverschmutzung und Aufbereitung von verschmutztem Wasser. Die Thematik wurde mit Hilfe von diversen Experimenten vermittelt. Es war äußerst überraschend für uns wie viel die türkischen Schülerinnen und Schüler bereits über das Thema wussten. Die Schulstunden wurden in der vierten Klasse gehalten. Download (.pdf)!

Auch über die Bearbeitung und Vermittlung der Konzepte hinaus war der Aufenthalt in Şile eine wertvolle Erfahrung. Da wir uns größtenteils auf Englisch verständigten, konnten wir unsere Kenntnisse in dieser Sprache erweitern. Trotzdem konnte das ein oder andere Wort türkisch erlernt werden. In der Zeit zwischen Schule und Projektbearbeitung wurde zusammen gekocht und aus dem Alltag erzählt. Wir konnten während unseres Aufenthaltes eine Vielzahl an besonderen Erfahrungen mitnehmen. Für ein erneutes Projekt werden bereits Gespräche geführt.

08. Dezember 2015 von stagez
Kategorien: ICE-T, Umweltbildung | Schreibe einen Kommentar

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