Ringvorlesung am 04.01.2014 – Die Aralsee-Katastrophe: Wie eine neue Wüste entsteht

am 04.01.2014 referiert Prof. Dr.Ulrich Joger Direktor vom Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig

Die Aralsee-Katastrophe: Wie eine neue Wüste entsteht

Der Aralsee, im Grenzgebiet Kasachstan-Usbekistan gelegen, war einst der flächenmäßig viertgrößte See der Erde (allerdings sehr flach). Heute ist nur noch ein kleiner Teil im Norden, durch einen Damm geschützt, erhalten. Auf dem restlichen ehemaligen Seeboden ist eine neue Wüste – die „Aralkum“ – entstanden. Ursache für die Austrocknung ist die extreme Wasserentnahme aus den beiden Zuflüssen Amu-Darja und Syr-Darja, welche in sowjetischer Zeit begann, aber auch in den unabhängigen postsowjetischen Republiken ungebremst weiterging. Folgen für die lokale Bevölkerung sind der Verlust von Arbeitsplätzen (Fischerei) und eine Verschlechterung der Ernährungs- und Gesundheitslage (Staub-, Salz- und Schadstoffeintrag durch Wind stark zunehmend).

Der Vortrag beschäftigt sich mit Untersuchungen zur Veränderung von Flora und Fauna im Aralseebecken und mit der Neubesiedlung des trocken gefallenen Seegrundes. Es ist die weltweit größte Fläche, die von der Natur neu kolonisiert werden muss, allerdings unter extremen Bedingungen.

Wir freuen uns auf Euch!
18.30 Uhr – SN 22.1

Das ganze Programm der Ringvorlesung hier.

02. Januar 2014 von stagez
Kategorien: Ringvorlesung Umwelt und Entwicklung | Schreibe einen Kommentar

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