Organisation des Geoökologischen Kollquiums

Seit vielen Jahren gibt es am Institut für Geoökologie eine Vortragsreihe, das ‚Geoökologische Kolloquium‘. Zu Beginn des SoSe 2004 war die Organisation noch ungeklärt und wir kamen auf die Idee die Organisation zu übernehmen und dafür der Veranstaltung unser Thema zu geben und für uns interessante Referenten einzuladen. Es war einen einmalige Chance. Es sollte zwar recht arbeitsaufwendig werden, doch hatten wir so die Möglichkeit angesehene Personen einzuladen, die für einen Handvoll Studierende nie zugesagt hätten. Und es hat nicht nur eine Menge Spaß gemacht. Die Vorträge haben unsere Bilder von Entwicklungszusammenarbeit stark verändert.

Da das Kolloquium eine öffentliche Veranstaltung des Intituts ist, konnten wir nicht irgendwen einladen und auch nicht irgendwie. Da gibt es so einige Formalien zu wahren. Doch wir wurden damit nicht allein gelassen. Eine sehr freundliche und kompetente Mitarbeiterin des Intituts unterstütze uns in allen Bereichen tatkräftigst und steuerte vor allem die Formalia bei, von denen wir nun wirklich keine Ahnung hatten. Erstmal galt es naürlich ein Konzept zu erstellen. Ohne ein solches hätten wir nie die Erlaubnis erhalten.

Dann konten wir uns daran machen geeignete Referentinnen zu suchen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Alle Termine wahren belegt. Die Mischung war sehr abwechslungsreich und erfüllte unsere und andere Erwartungen. Das aktuelle Programm gibt es hier in der linken Spalte auf WS 2004/2005.

Programm Mit der Einladung und Zusammenstellung der Vorträge war es aber nicht vorbei. Die Referentinnen mußten betreut werden. Das bedeutete im extremfall Abholen vom Bahnhof, kleine Führung durch das Institut, Mittagessen gehen, Referentin beim Vortrag vorstellen und die anschließende Diskussionsrunde leiten, Referentin zum Bahnhof bringen. Da war schnell der ganze Tag beschäftigt. Zumal wir uns für das ‚Nachkolloq‘ (Kaffee und Kuchen nach dem Vortrag) die Maxime gesetzt hatten die Kuchen selber zu backen. Und weil die Resonanz so gut war, waren auch immer zwei Kuchen von Nöten.

‚Lessons learned‘
Gelernt haben wir eine Menge. Zunächst war die Suche nach Referenten im Internet sehr ergiebig. So erhielten wir eine Übersicht über die Unmenge an Organisationen und Aktivitäten in der ganzen Welt. Beeindruckend. Eine Sammlung interessanter Links findet sich hier (http://www.inwent.org/ www.bmz.de www.gtz.de www.oxfam.de www.care.de …) Viel aber spielte sich auch auf persönlicher Ebene ab. Weil so viele beteiligt waren, mußte eben auch jede Sache erst von mehreren abgesegnet werden. Und so einige Treffen gingen nur um organisatorische Dinge. Das war zwischenzeitlich alles andere als erheiternd. Auch die Zusammenarbeit und der Kontakt mit offiziellen Personen, seitens des Insituts und seitens Organisationen war ein besonderer Aspekt. Einladungen sind offizielle Schriftstücke. Da muß die Schriftart stimmen, die Größe, die Anschrift, der Briefkopf, die Anrede, der Ton etc. Und wenn die geladenen kamen, dann war das ein besonderer Gast und wir waren Repäsentanten des Intituts. Das war zwar kein Problem, verlieh den Stunden aber ein besonderes Flair.

Wichtige Erkenntnisse waren zudem folgende: Es ist immer mehr Arbeit als man denkt und immer gut, wenn man nicht allein dran hängt. Und noch wichtiger: Ein solches Projekt funktioniert nur, wenn es jemanden gibt, der sich verantwortlich fühlt und die Sache voranbringt.

06. November 2012 von stagez
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